Von dem Besuch auf der Tattoo Convention 2010 in Stuttgart, den daraus gewonnenen Erkenntnissen und den vielen schmerzverzerrten Gesichtern. „Es ist ein schöner Schmerz.“

Man mag es kaum für möglich halten, aber ich habe es tatsächlich auf die Tattoo Convention geschafft. Eigentlich hatte ich mich mit dem Gedanken, auch dieses Jahr wieder nicht dorthin zu gehen, abgefunden. Aber heute hat es geklappt.

Pünktlich zum Platzregen und Hagel verließ ich das Haus und fuhr gen Stadt. Schön, dass es sogar noch Parkplätze gibt, die Sonntags nichts kosten.

Viel hingegen war der Eintritt der Tattoo Convention. Für eine Tageskarte 9 Euro hinblättern zu müssen ist schon einiges. Für die Größe der Messe etc. find‘ ich den Preis nicht wirklich gerechtfertigt.

Schon faszinierend, was manche Leute auch noch als „Körperverschönerungen“ ansehen. Ich denke, wenn man anfängt, sich sein Gesicht und andere ungewöhnliche, sichtbare Körperstellen zu tätowieren, muss man sich schon als lebendes, menschliches Kunstwerk betrachten. „Ich bin meine eigene Kunst.“ Oder so ähnlich. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass sich Leute unterhalb der Unterlippe einen schwarzen „Klecks“ stechen lassen. Beim Durchlaufen der Gänge zwischen den Ständen erblickte man immer mal wieder die vor Schmerz verzerrten Gesichter jener, die sich dazu entschlossen hatten, mit der Nadel pieksen zu lassen. Es waren einige schöne Sachen dabei, aber auch viel Mist. Aber das ist ja bekanntlich ohnehin alles Geschmackssache.

Nein. Ich habe mich nicht tätowieren lassen. Wobei die Versuchung beim Hören des Surrens der Nadeln doch sehr groß ist. Außerdem habe ich wunderhübsche Leoplugs gesehen. Aber nein, Ohrlöcherdehnen kommt für mich nicht in die Tüte. In die Tüte kamen dafür aber Dehnstäbe für meine wunderbare Begleitung.