Ich  bin wieder da. Paris war unglaublich toll. Toller als toller. Formidable! Fang ich einfach direkt mit unserer Ankunft an. Grausam. „Wo sind wir nur gelandet?“ , war unser erster Gedanke, als wir auf der Suche nach unserem Hotel waren. Wir wurden von einem komischen, besoffenen Franzosen dumm von der Seite angelabert. Das Ganze war so unschön, dass Alisa und ich uns nach wenigen Schritten hinter den nächsten Häusern versteckten samt Gepäck und abwarteten, bis dieser komische Mensch verschwunden war. Unser Hotel fanden wir dann recht schnell, wir waren superfroh angekommen zu sein. Direkt ins Zimmer und alles abgeschlossen. Haha. Wir hatten echt Schiss. Was wenn er uns noch länger hinterher gelaufen wäre, … Egal. Ging ja alles gut. Nach unserem „tollen“ Start in Paris waren wir recht pessimistisch der Stadt gegenüber eingestellt. Änderte sich aber schlagartig, als wir uns wieder vor die Tür trauten, was sehr schnell der Fall war. Alisa und ich sind nicht die großen „Rumgammler“. An diesem Tag ging’s direkt noch hoch zur Sacre-Coeur, die ganz bei uns in der Nähe war und anschließend liefen wir noch zum Eiffelturm. Wahnsinns Gebilde.

Dienstag früh wollten wir dann nach unserem Frühstück um 7.30 Uhr auf den Eiffelturm hoch. ABER die Sicht war dermaßen schlecht, dass wir beschlossen erst an der Seine entlang zu laufen zum Palais de Chaillot, von dort aus weiter zum Arc de Triumph. Ein Witz auf einem Kreisverkehr. Der Bogen ist ja ok. Nur hat man keine Chance, auf den Kreisverkehr zu kommen. Fünfspurig heizen die da rum. Von unten her kann man zum Bogen – für NEUN € – nein Danke. Weiter liefen wir zur Champs Elysee, die wir doch tatsächlich drei Mal entlang liefen. Vorbei an überteurten Rießenboutiquen. Mit der Metro fuhren wir zur Siegessäule und als der Himmel sich weiter aufhellte , sprich – die Sicht sich besserte, gings zurück zum Eiffelturm. Erst an die falsche Schlange gestellt – Aufzug. Wir wollten laufen. Umgestellt, 23084 Stufen hochgetapst. Die letzte Etappe geht leider nur mit dem Aufzug. Verdammt war das hoch. Aber aufjd. lohnenswert! Der Blick ist gigantisch. Nach diesem Aufstieg wollten wir den Abend im Hard Rock Cafe ausklingen lassen. Dort war es so überfüllt, dass uns die Lust verging uns dort weiterhin aufzuhalten. Also suchten wir uns eine andere tolle Lokalität. Der Abend war so lau, dass wir tatsächlich nur im Pulli draußen saßen. Herrlich.

Der Mittwoch begann mit einer Fahrt zur Notre Dame. Schöne Kirche. Alisa und ich hatten so Glück, als wir ankamen, war es uns möglich einfach so hineinzuspazieren. Als wir aber wieder draußen waren, sahen wir die übertrieben lange Schlange, die sich vor dem Eingang der Kirche bildete. Haha. Nachdem wir das gesehen hatten liefen wir weiter auf die kleine , total schöne „Insel“ St.Louis, wo wir vier sehr teure ( wie halt alles teuer war ) Äpfel kauften. Immerhin waren sie superlecker. Nachdem wir die „Insel“ abgelaufen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Pantheon. Dort begann dann die Suche nach einem gesuchten Etwas. Wir hatten es auf der Karte eingezeichnet “ La Couple “ nur irgendwie sind wir uns nicht mehr sicher, ob wir es nun gefunden hatten oder nicht. Später fanden wir uns zwischen den teuersten / edelsten Kaufhäusern wieder. Sévres Babylone. Da im Reiseführer die Pont Neuf so lobend erwähnt wurde und man die sich nicht entgehen lassen sollte, statteten wir der auch einen Besuch ab, – lag ohnehin auf dem Weg zum Louvre. Die Brücke – ja – Pont Neuf – toll. Gesehen, fertig. Vor dem Louvre warteten wir erst noch eine Weilte, da wir gelesen hatten, dass es ab 18.00 Uhr günstiger ist. Als wir an der Kasse standen, fanden wir heraus, dass wir gar nichts zahlen mussten. Haha. Einverstanden. Allein schon der Plan des Louvres erschlägt einen. Das ist so rießig – unvorstellbar. Ein Wirrwar aus Gängen, Hallen und Sonderausstellungen. Klar haben wir uns das ein oder andere Mal ( Ja, trotz Plan ) verlaufen. Wo wir als erstes waren dürfte wohl klar sein, – bei der Mona-Lisa. Das ist ja so ein Witz – ein winziges Bild in einer rießen Halle, bewacht von vier Securitymenschen und abgesterrt hinter X Gläsern. Man muss anstehen, um es mal etwas genauer betrachten zu können. Hat sich dennoch gelohnt. Alles gesehen haben wir def. nicht. Aber viel. Abends haben wir uns dann mit einerm Crepe an die Seine gesetzt und den beleuchteten Eiffelturm angeschaut.

Donnerstag – an diesem Tag machten wir uns auf den Weg nach La Vilette, ein komisches Viertel mit einem hässlichen Technologiemuseum/park, wo eine rießige Kugel steht, die singt, in der sich eine 180° Leinwand befindet – also ein Kino. Es sieht einfach total komisch aus, eine Rießenkugel mit einem Kino drin. Da das Wetter nicht sooo toll war, hauten wir dort schnell wieder ab und wollten nach Belleville, dem angeblich schönsten Viertel in Paris. Ehm … ja, ist klar. Wir landeten eher in Chinatown. Der Trip dorthin hat sich insofern gelohnt, dass wir 2 leckere „günstige“ Äpfel hatten. Mit denen im Gepäck ging’s weiter zum Denkmal an den Sturm auf die Bastille. Dort hielten wir uns auch nicht längers auf. Die Bein/Fuß/Rückenschmerzen trieben uns an den Place des Vosges, wo wir eine Pause einlegten und den Apfel futterten. Nach ca. 30 Minuten Pause zog es uns zum Centre Pompidou. Selten hässlich, komisches Ding. Doch das, was sich außenrum befindet ist toll. Wunderschöne Läden und Cafe’s. Gelohnt hat es sich aufjd. ! Alisa hatte an dem Tag einen Shoppinganfall. Haha. Neue Tasche, schöne Notitzheftchen,Postkarten, Bleistifte, und auch Abends kaufte sie sich an der Sacre-Coeur noch einen Schal. Denn an dem Abend, unserem letzten, beschlossen wir noch irgendwo Essen zu gehen. Nicht so einfach etwas zu finden, dass einem „normalen“ Preis / Leistungsverhältnis gerecht wird. Also aßen wir einen leckeren, großen Salatteller. ( Für 10,90€! Ich habe noch nie einen so teuren Salat gegessen – auch wenn er wirklich gut war. . . Naja Pizza Magerita für 10,50€ ist auch nicht besser. ) Das haben wir uns dann einfach mal gegönnt. Auch wenn es nicht leicht war. Haha. Gestörte Preise. Geplant war an dem Abend mal früher ins Bett zu gehen. Das hätte auch fast geklappt, wenn das Wetter nicht so gut gewesen wäre. Kurz ins Hotel. „Bei dem Wetter können wir nicht hier drin bleiben.“ Also wieder los – zur Freiheitsstatue. Dort hielten wir uns dann auch wieder länger als geplant auf. War aber saulustig noch. Alisa, mein dickes Brot! Insider.

Da war es auch schon wieder vorbei. Verdammt. An diesem, unserem letzten Tag, machten wir noch einen Ausflug nach Versaille. Zum Schloss von dem größenwahnsinnigen Sonnenkönig Ludwig den was-weiß-ich-wievielten. Ihr könnt euch, wenn ihr nicht schon dort wart, einfach absolut null vorstellen, was das für ein übergroßes Anwesen ist. Auf dem Bild sieht man vllt. ein Viertelchen davon. Hinter dem Gedäubde befindet sich ein rießen Garten mit x Brunnen und Seen. Und und und … Krank. Rießig. Beeindruckend. Drinnen waren wir nicht. Wir hatten kein Geld mehr und auch keine Lust. Wir erforschten lieber das Außengelände. Wer weiß, vllt. sind wir ja mal wieder da und haben dann Zeit für das Innen, weil wir das Außen nun kennen. Nach einem Zwischenstop im McCafe ging’s zurück zum Hotel um unsere Koffer zu holen, die wir dort eingeschlossen hatten – mit nach Versaille schleppen wäre bescheuert gewesen. Auf dem Weg fand ich dann auch noch eine tolle Tasche, die ich von meinem absolut letzten Geld finanzierte. Koffer geholt und auf zum Flughafen. Dort hatten wir noch mehr Zeit wie erwartet. Wir sind sicherheitshalber früher los. Man weiß ja nie. Also verbrachten wir die Zeit mit Parfumetesten und Rumgammeln. Als es dann losging – ging es doch nicht los. Wir saßen ewig im Flieger und saßen und saßen. Irgendwie waren zwei Personen verloren gegangen, das Resultat war, dass 100 Mal die Besatzung nachgezählt wurde… blabla. Mit Verspätung starteten wir dann doch endlich. Am Flughafen in Stuttgart erwischten wir gerade noch so  unsere S-Bahn. Ziemlich müde, war ich dann irgendwann gegen 22 Uhr zuhause. Ohja. Paris war total genial. Das beste Geschenk, das man zum 18 Geburtstag überhaupt bekommen hat! !