Ich will schöne Fotos machen!?
Ab und an erreichen mich doch immer mal wieder Nachrichten  mit Fragen nach meinen persönlichen Tipps zum Fotografieren. Es ist gar nicht so einfach, eine Frage wie diese in einem Satz zu beantworten: Wie schaffe ich es, dass meine Fotos professionell aussehen? Oder: Sag mir mal ein paar Sachen, so Insidertipps für coole Fotos?
Zunächst sei einmal gesagt, dass es derart unterschiedliche Bereiche in der Fotografie gibt und es so also auch immer mit davon abhängt, was man eigentlich vorhat. Möchte man Tipps für Makroaufnahmen, für Architektur, für … ja, für was eigentlich? Ich werde hier nun einmal meine persönlichen Erfahrungen und somit Tipps aufschreiben und hoffe, ich beantworte damit dem ein oder anderen die Fragen.
1. Man geht nicht einfach mit einer Kamera, die man sich eben mal gekauft hat, nach draußen und macht super coole Fotos. (Ich schließe natürlich nicht aus, dass das doch möglich ist.) Aber ist man „fotografieunerfahren“ braucht es erst einmal eine gewisse Zeit, mit seiner Kamera warm zu werden. Und Kamera steht hierbei nicht unbedingt nur für DSRL. Man kann auch durchaus mit anderen Kameras gute Fotos machen – hier wären wir wieder bei dem „Wofür“ mache ich die Fotos.
-> Seine Kamera kennen und lieben lernen.

2. Anfangs fotografiert man natürlich alles. So war es bei mir zumindest. Mit der Zeit entwickelt man aber ein gewisses Auge für Bilder und deren Kompositionsmöglichkeiten. Man beginnt zu filtern und zu begreifen, dass die Masse nicht etwas über die Qualität der Arbeit aussagt. Was bringt mir zehn Mal eine Fotografie der gleichen Blume… wenn ich nicht gerade eine Reportage über ihren Verwelkungsprozess fotografiere 🙂 ?
-> Geduld und Zeit.
3. Die Kamera ist keine Wand hinter der man sich versteckt und hofft nicht aufzufallen. Nur Mut sich zum Affen zu machen! So werde ich auch nie vergessen, wie ich ein Motiv im Auge hatte und dabei völlig vergaß, dass ich schon mit beiden Füßen im Tümpel stand. Klar, irgendwann habe ich gemerkt, dass meine Füße irgendwie nass werden. Aber: ich hatte das Foto dann so, wie ich wollte. Solche Dinge passieren halt. Auch wenn die Leute Dich teilweise schräg anschauen, wenn Du irgendwo auf der Straße liegst, weil Du die Perspektive genau so brauchst: Wen interessiert‘s. Du machst das Foto, das Leute wie diese, die doof guckten, später mit einem „Oh cool. Wow.“ kommentieren werden.
-> Mut!
4. Welche Kamera hast Du? Wieviel Megapixel? Wie teuer war die? Die Fragen sind ja alle in Ordnung. Aber meistens werden sie gestellt im Zuge dessen, dass die Fragenden bezwecken „auch so schöne“ Fotos machen zu wollen. Aber nur weil Du Dich in einen saugeilen, sauteuren Porsche setzt, bist Du nicht gleich ein begnadeter Autofahrer. Du siehst im Porsche vielleicht cooler und interessanter aus, aber auch damit kann man ohne Können voll gegen die Wand fahren. Außerdem ist die Kamera allein ohnehin noch nicht alles: Objektive sind wichtig. Welches Objektiv kannst Du mir empfehlen? Ja, für welche Art der Fotografie denn? Dir bringt ein Makroobjektiv nichts, wenn du Landschaften fotografieren möchtest.
-> Man braucht nicht gleich einen Porsche.
5. Ehrlich gesagt könnte ich noch weitaus mehr dazu schreiben aber ich belasse es nun einmal hierbei. Als Letztes kann ich noch sagen, dass man meist bessere Arbeit leistet, wenn man auch Spaß bei der Sache hat. Lasst Euch also nicht entmutigen und drückt kräftig auf den Auslöser.
-> Spaß.
Hier könnt ihr auch noch einmal schön ein paar Tipps zum Fotografieren durchlesen.
So, nun habe ich Lust Fotografieren zu gehen, wenn ich Zeit hätte …
Fotografie
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Ich steh’ auf Variante zwei. Das Wichtige hervorheben, indem man mit offener Blende fotografiert.